Risikobewertung

Managen Sie Ihre Risiken mit Bedacht

Sie kennen das sicherlich aus Ihrer Praxis, dass Risiken in Unternehmen, in der Projektarbeit oder durch die neue Kampagne immer wieder gerne identifiziert werden, einhergehend mit der Forderung, man müsse diese managen. Aber was heißt eigentlich Risiko? Ein Risiko besteht aus zwei Elementen: seiner Wahrscheinlichkeit (des Eintretens) und der Ernsthaftigkeit (seiner Auswirkung). Für eine Risikobewertung gehören neben diesen beiden Elementen auch die Präventivmaßnahmen und Eventualmaßnahmen, die ein identifiziertes Risiko entschärfen.

Zur Bewertung des Risikos stellen Sie sich zwei Fragen:
 
  1. Kann ich mit der Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieses Risikos leben oder muss ich Präventivmaßnahmen implementieren?
  2. Ist die Ernsthaftigkeit der Auswirkungen so gravierend, dass ich finanzielle Mittel in präventive Maßnahmen investieren muss, um das Risiko zu lindern, oder wird das Eintreten des Risikos nur eine kleine Unwucht im Tagesgeschäft erzeugen?
Nehmen wir mal an, dass Sie 70% Ihrer Umsätze über einen Online-Shop generieren und der Ausfall des Web-Servers für Sie ein ernstes Problem der Kategorie 8 (auf einer Skala von 1 bis 10) darstellt. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls bewerten Sie mit einer 1.

Wenn Sie der Ansicht sind, dass das Risiko zu hoch ist, können Sie es durch gezielte Präventivmaßnahmen (Bereitstellen eines redundanten Web-Servers) und Eventualmaßnahmen (Anbieten einer Sales-Hotline mit entsprechenden Kapazitäten falls Web-Shop ausfällt) auf ein akzeptables Niveau reduzieren. 

Grundsätzlich sollten Sie bei der Bewertung von Risiken (Wahrscheinlichkeit und Ernsthaftigkeit) das größte Gewicht auf die Ernsthaftigkeit legen, denn dort werden Sie die Auswirkungen haben. 

 

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