Vision

Wer keine Visionen hat, hat in Leadership Positionen nichts zu suchen!

Der Arztbesuch ist allerdings auch nicht erforderlich! Sie ahnen, worauf ich hinaus will. Es geht um den über Gebühr zitierten Satz von Helmut Schmidt, den er in den Siebzigern einem Journalisten auf die „dusselige“ Frage, welche Visionen er denn hätte, als pampige Antwort entgegenschmetterte: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“. In einem „Zeit“ Interview in 2010 drückte er sein Bedauern darüber aus, dass dieser Satz wieder und wieder zitiert wird. „Einmal hätte genügt.“ 

Woran liegt es aber, dass wir mit dem Begriff Vision hadern? Hat es was mit mangelnder Kreativität zu tun? Liegt es am deutschen Pragmatismus, der nur das erlaubt, was man sehen und anfassen hat? Fehlt uns die mentale Offenheit, die Vorstellungskraft oder gar der Mut, das „Unmögliche“ zu denken und mit Leben auszumahlen? Aus meiner Sicht ist es eine Kombination aus diesen Eigenschaften. Leider! Denn eine Vision ist eines der wichtigsten Führungselemente eines Unternehmens. Die USA haben mit ihrer „think big“- Mentalität in dieser Hinsicht einen großen Wettbewerbsvorteil.

Beschäftigen wir uns mit dem Begriff selbst: was ist eigentlich eine Vision im unternehmerischen Sinne? Eine Vision ist ein Bild des Unternehmens mit all seinen Produkten und Märkten in der Zukunft (erfordert Denkarbeit!) Je detaillierter, desto besser. Ganz pragmatisch beschreibt die Vision das, was wir sehen und erfahren wollen, wenn wir uns auf die Zeitreise begeben und uns ein einige Jahre in die Zukunft beamen. Sie gibt eine Richtung vor (übrigens leitet sich die Strategie aus der Vision ab und setzt die Ziele, die in den nächsten zwei Jahren erreicht werden müssen, um der Vision näher zu kommen). 

Nehmen wir das Beispiel der Automobilbranche: Zukünftig liegt der Schwerpunkt auf Mobilität und nicht wie bisher auf den Autos, die zukünftig nur noch die Funktion einer Mobilitätsplattform haben werden (der sprichwörtliche „fahrbare Untersatz“). Die Fragen, die sich den Unternehmenslenkern stellen, sind: Wie wird mein Geschäftsmodell der Zukunft aussehen? Mit welchen Produkten und Services werden wir in Zukunft Geld verdienen und welche Märkte werden wir bedienen? Welche Vision haben wir für unser Unternehmen?

Nur wer in der Lage ist, diese Fragen zu beantworten und eine klare Zukunft des Unternehmens zu entwickeln, kann die notwendigen strategischen Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens stellen (was brauchen wir dafür?, was müssen wir ändern?, wovon müssen wir uns trennen?). Erfahrungsgemäß fehlt es vielen Unternehmen an einer solchen Vision und es dominiert das „auf Sicht fahren“, sprich der Fokus auf das Tagesgeschäft. Tatsache ist aber, dass Unternehmen ohne Visionen herausfordernde Zeiten bevorstehen und Gefahr laufen, den Anschluss zu verpassen.

Daher gilt: Wer Visionen hat, kann die Zukunft des Unternehmens aktiv gestalten. 

Wenn Sie wissen möchten, wie man eine Vision schnell und pragmatisch entwickelt, kontaktieren Sie mich gerne.

 

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