Effektives Feedback

Wer wachsen will, braucht Feedback
 
Wir alle sind auf Feedback angewiesen, um Fehler zu erkennen, Potenziale und Stärken zu sehen und Dinge zu ändern, um besser zu werden. Das gilt im familiären und freundschaftlichen Kreis wie auch in der Zusammenarbeit mit Kollegen. Dabei unterscheiden wir positives und negatives Feedback, das beides hilft, uns weiterzuentwickeln; ersteres um unsere Stärken zu erkennen und resultierende Erfolge zu replizieren und letzteres um Schwächen auszubügeln und diese nicht zu wiederholen. 

Im folgenden finden Sie drei Kriterien, die Ihnen helfen, Feedback effektiv zu vermitteln:
 
  1. zeitnah - Feedback sollte nicht aufgespart werden: “Ich erinnere mich, dass Du in unserem Teammeeting vor 4 Wochen nicht gut mit den Fragen umgegangen bist, und das wollte ich Dir noch mal sagen.” Dieses Feedback ist nicht sehr hilfreich. Kommunizieren Sie Ihr Feedback zu dem Zeitpunkt des entsprechenden Verhaltens und geben Sie Rat, was als Konsequenz verbessert werden sollte.
  2. spezifisch - Der Sinn und Zweck von Feedback ist Verbesserung und soll den Empfänger in die Lage versetzen, Schwächen zu korrigieren und Stärken zu verbessern und verstärkt einzusetzen. Wenn Ihnen jemand sagt “Toll gemacht!” ist es grundsätzlich eine gute Nachricht, allerdings hilft Ihnen das wenig, weil sie nicht wissen, wie Sie die gute Leistung wiederholen können (was genau haben Sie denn gut gemacht?). Anstatt zu sagen “Du bist mit den Fragen nicht gut umgegangen”, geben Sie einen Tip wie derjenige es nächstes Mal besser machen kann: “Wiederhole die Frage, beantworte sie und erkundige Dich, ob Deine Antwort die Frage zufriedenstellend geklärt hat”.
  3. untermauert - Wenn Sie Feedback geben, untermauern Sie es immer mit Fakten, anstatt mit Vermutungen zu arbeiten. Also zu sagen “das Strategiemeeting lief ganz gut” hat bei weitem nicht die Aussagekraft wie  “das schriftliche Feedback aller Senior Manager zeigt, dass sie ganz genau verstanden haben, in welche Richtung das Unternehmen gehen will und welche Weichen sie in den nächsten 6 Monaten stellen müssen.”
Ein sehr effektives Feedback hat während meiner Studienzeit ein Kommilitone, der in unserer Arbeitsgruppe schlürfend seinen Kaffee trank, von unserem Professor erhalten: “Herr Kruse, Sie wissen, dass Sie Ihren Kaffee sehr laut trinken?”

 

 

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